Einfach so – Gedanken über das Spiel der Kinder

Jun 15th

Im Lauf eines Kindergartenjahres lernen die Kinder allerhand neue Spielmaterialien, didaktische Spiele, neue Kinder, mal gute, mal weniger wünschenswerte Umgangsformen im Miteinander und noch vieles mehr kennen. Man bietet an, fördert, fordert und tut. Und was machen die lieben Kleinen am Ende des Jahres am liebsten :-D? Höhlen bauen. Gut, dass wir allerhand Materialien dazu in unserem Turnraum haben und ich werde ihnen in den nächsten Tagen auch noch einiges zur Verfügung stellen, das sie bislang noch nicht hatten.
Das Schöne dabei ist allerdings, dass sie einander wunderbar ergänzen, richtig tolle Spielkameraden geworden sind und ein fantasievolles Miteinander verleben und es der pure Genuss ist, sie dabei still und heimlich zu beobachten und zu belauschen.
Nur manchmal,so wie heute, da wundert man sich ein wenig: Da denkt man sich schon die längste Zeit, wie schön die paar Kinder im Turnraum spielen, kein lautes Wort, dafür Gelächter, Gemurmel und ein nicht enden wollendes Tun, Umgestalten, Aufbauen, Abbauen und wieder neu bauen. Kommt eines der Kinder nach langer Spielzeit wieder zu uns in den Gruppenraum,da sage ich zu ihm: “ Ihr habt es aber heute fein miteinander.“ Sagt das Mädchen drauf:“ Nein überhaupt nicht, wir haben ein großes Problem, ich will aufräumen, mein Freund aber nicht.“ Es entlockte mir erst ein Staunen, dann ein Schmunzeln, denn das große Problem konnte leicht gelöst, werden, denn der besagte Freund rief in dem Moment: “ Ich bin ja schon längst dabei.“ Mit Aufräumen wurde allerdings so schnell noch nichts, denn kaum draußen wurde die Spielgeschichte schon wieder weiter gesponnen.

Ich überlege, ob wir nicht gemeinsam alle Spielsachen verräumen sollten und in die Sommerpause schicken und die letzten Wochen in Höhlen aus Schachtel, Brettern und sonstigem zubringen, wäre zum Schluss vielleicht noch einmal etwas Neues und Spannendes 😉